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Einnahmenüberschussrechnung

Einnahmenüberschussrechnung Software, Excel-Vorlage, Formular, Muster + Anlage EÜR


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Einnahmenüberschussrechnung

auf dieser Seite erfahren Sie, wann Sie eine Einnahmenüberschussrechnung (auch einfache Buchführung genannt im Gegensatz zur doppelten Buchführung) erstellen dürfen bzw. müssen und was Sie dabei berücksichtigen müssen. Mein Name ist Michael Schröder. Ich bin seit 20 Jahren Steuerberater und berate überwiegend Freiberufler und Selbständige, die eine Einnahmenüberschussrechnung erstellen.

 

 

Inhalt:

 

Was ist eine Einnahmenüberschussrechnung?

Definition Einnahmenüberschussrechnung:

Wer nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet ist Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen (siehe Buchführungspflicht) und dies auch nicht freiwillig macht, kann als Gewinn den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ansetzen. Rechtsgrundlage hierfür ist § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Diese Gewinnermittlung wird daher auch "4(3)-Rechnung" genannt. Die Einnahmenüberschussrechnung muss nach dem amtlich vorgeschriebenen Vordruck erstellt werden und dient der Ermittlung des steuerlichen Gewinns.

 

Weitere Infos im Steuerlexikon: Einnahmenüberschussrechnung

 

Einnahmenüberschussrechnung oder Bilanz?

Eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) dürfen Sie nur erstellen, wenn Sie nicht gesetzlich zur Finanzbuchhaltung verpflichtet sind. Die Buchführungspflicht kann sich sowohl aus dem

 

 

Hier können Sie schnell & einfach berechnen, ob Sie steuerrechtlich zur Buchhaltung verpflichtet sind:

Bilanzierungspflicht

Gewinn Euro

Umsatz Euro

 

Achtung: Wer freiwillig Aufzeichnungen führt, so dass ohne weiteres eine Bilanz erstellt werden kann (Forderung und Verbindlichkeit), der muss dann auch bilanzieren und darf keine Einnahmenüberschussrechnung erstellen!

 

Es dürfen also nur Nicht-Kaufleute, die auch nicht unter die steuerlichen Buchführungsgrenzen fallen, sowie alle Freiberufler eine Einnahmenüberschussrechnung erstellen. Hinweis: Wer nicht Freiberufler ist und Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt, der muss zusätzlich zur Einkommensteuer auch Gewerbesteuer bezahlen. Die Gewerbesteuer wird allerdings auf die Einkommensteuer angerechnet. Die effektive Gewerbesteuerbelastung hängt vom Gewerbesteuerhebesatz ab. Hier finden Sie einen kostenlosen online Gewerbesteuer-Rechner.

 

Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG

Die Einnahmenüberschussrechnung ist in § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt:

Steuerpflichtige, die nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen (Buchführungspflicht), und die auch keine Bücher führen und keine Abschlüsse machen, können als Gewinn den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ansetzen. Hierbei scheiden Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben aus, die im Namen und für Rechnung eines anderen vereinnahmt und verausgabt werden (durchlaufende Posten). Die Vorschriften über die Absetzung für Abnutzung oder Substanzverringerung sind zu befolgen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sind erst im Zeitpunkt der Veräußerung oder Entnahme dieser Wirtschaftsgüter als Betriebsausgaben zu berücksichtigen. Die nicht abnutzbaren Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sind unter Angabe des Tages der Anschaffung oder Herstellung und der Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder des an deren Stelle getretenen Werts in besondere, laufend zu führende Verzeichnisse aufzunehmen.

 

Durch die Einnahmeüberschussrechnung wird kein besonderer Gewinnbegriff geschaffen, es werden lediglich die Betriebseinnahmen den Betriebsausgaben gegenübergestellt. Besonderheit: Es gilt das Zufluss- bzw. das Abflussprinzip ....

 

Bestandskonten und Inventur sind im Gegensatz zur Bilanzierung nicht erforderlich (Achtung: Dennoch müssen die Vorschriften für das Kassenbuch beachtet werden). Die Begriffe Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben, Betriebsvermögen, Privatvermögen, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Teilwert, Absetzung für Abnutzung bzw. Sonderabschreibungen, Investitionsabzugsbetrag, usw. sind identisch wie bei der Bilanzierung. Ein abweichendes Wirtschaftsjahr vom Kalenderjahr ist nicht möglich. Der Gewinnermittlungszeitraum ist zwingend das Kalenderjahr.

 

-> Beispiel Einnahmenüberschussrechnung

 

Weitere Infos im Steuerlexikon:

 

Betriebseinnahmen + Betriebsausgaben

  • Zu den Betriebseinnahmen bei der Einnahmenüberschussrechnung gehört alles, was im Rahmen des Betriebs in Form von Geld oder Gütern zufließt (BFH-Urteil vom 17. 4. 86, BStBl 1986 II S. 607). Zu den Betriebseinnahmen gehört bei der Einnahmenüberschussrechnung auch die vereinnahmte Umsatzsteuer und ist nicht - wie bei der Bilanzierung - als durchlaufender Posten bzw. Verbindlichkeit zu buchen. Betriebseinnahmen sind z.B.

    • Honorare, Provisionen und Entgelte für Dienstleistungen oder Waren

    • Einnahmen aus dem Verkauf von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens

    • Miet-, Pacht- und Zinseinnahmen

    • erhaltene Anzahlungen, Abschlagszahlungen und Vorschüsse

    • Umsatzsteuer, Umsatzsteuererstattungen des Finanzamts

    • Unentgeltliche Nutzungsüberlassung (Eigenverbrauch) oder Entnahme von Waren bzw. Dienstleistungen

  • Betriebsausgaben bei der Einnahmenüberschussrechnung sind alle Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind, wie z.B. für:

    • Aufwendungen für Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

    • Personal- und Mietkosten

    • Zinsen

    • Abschreibungen

    • betriebliche Steuern

    • verausgabte Umsatzsteuer und Vorsteuer

    • Aufwendungen für die betriebliche Nutzung von Wirtschaftsgütern, die zum Privatvermögen des Unternehmers gehören

    • Restbuchwerte abnutzbarer Wirtschaftsgüter/Buchwerte nicht abnutzbarer Wirtschaftsgüter bei Verkauf oder Entnahme

  • Nicht abzugsfähig sind die Aufwendungen nach § 4 Abs. 5 EStG. Außerdem ist das Abzugsverbot für teilweise privat veranlasste Aufwendungen nach § 12 EStG zu beachten. Anschaffungskosten für abnutzbares Anlagevermögen darf nur in Form von Absetzungen für Abnutzung (AfA) berücksichtigt werden (siehe AfA-Tabelle und auch Investitionsabzugsbetrag auf Photovoltaik-Anlagen). Für nicht abnutzbares Anlagevermögen (immaterielle Wirtschaftsgüter und Grund und Boden) darf keine AfA abgesetzt werden.

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Das Zufluss- und Abflussprinzip

Um die Einnahmenüberschussrechnung möglichst einfach zu machen, werden bei der EÜR nur die Zahlungen aufgezeichnet, dabei gilt das sog. "Zufluss- und Abflussprinzip" (§ 11 EStG):

 

§ 11 EStG

(1) Einnahmen sind innerhalb des Kalenderjahres bezogen, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen, die dem Steuerpflichtigen kurze Zeit vor Beginn oder kurze Zeit nach Beendigung des Kalenderjahres, zu dem sie wirtschaftlich gehören, zugeflossen sind, gelten als in diesem Kalenderjahr bezogen. Der Steuerpflichtige kann Einnahmen, die auf einer Nutzungsüberlassung im Sinne des Absatzes 2 Satz 3 beruhen, insgesamt auf den Zeitraum gleichmäßig verteilen, für den die Vorauszahlung geleistet wird. Für Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit gilt § 38a Abs. 1 Satz 2 und 3 und § 40 Abs. 3 Satz 2. Die Vorschriften über die Gewinnermittlung (§ 4 Abs. 1, § 5) bleiben unberührt.

(2) Ausgaben sind für das Kalenderjahr abzusetzen, in dem sie geleistet worden sind. Für regelmäßig wiederkehrende Ausgaben gilt Absatz 1 Satz 2 entsprechend. Werden Ausgaben für eine Nutzungsüberlassung von mehr als fünf Jahren im Voraus geleistet, sind sie insgesamt auf den Zeitraum gleichmäßig zu verteilen, für den die Vorauszahlung geleistet wird; § 42 der Abgabenordnung bleibt unberührt. Die Vorschriften über die Gewinnermittlung (§ 4 Abs. 1, § 5) bleiben unberührt.

 

Siehe auch Vereinnahmung und Verausgabung im Steuerlexikon ...

 

Zufluss von Betriebseinnahmen entstehen bei der Einnahmenüberschussrechnung also nicht bereits mit der Leistungserbringung, sondern erst beim Zufluss des Geldes. Fließt kein Entgelt zu, dann liegt auch keine keine Betriebseinnahme vor. Forderungen sind nicht als Betriebseinnahme zu erfassen. Es zählt allein das Jahr der Zahlung. Andererseits sind erhaltene Anzahlungen, Abschlagszahlungen oder Vorschüsse bereits im Jahr der Zahlung als Betriebseinnahme zu erfassen und nicht erst, wenn die Leistung erbracht worden ist. Das kann bei einer Zusammenballung von Zahlungen einen steuerlichen Progressionsnachteil bedeuten. Daher hat der Gesetzgeber auf folgende Einkünfte eine begünstigte Besteuerung vorgesehen (§ 34 EStG):

  • Nutzungsvergütungen und Zinsen für einen Zeitraum von mehr als 36 Monaten (§ 34 Abs. 2 Nr. 3 EStG)
  • Vergütungen für eine mehr als 12-monatige Tätigkeit (§ 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG).

 

Abfluss von Betriebsausgaben sind in dem Jahr zu berücksichtigen, in dem sie geleistet worden sind. Betriebsausgaben dürfen also erst bei Bezahlung abgesetzt werden und nicht bei Entstehen einer Zahlungsverpflichtung. Aufgrund des Zahlungsprinzips kann es auch keine Rechnungsabgrenzungsposten geben. Außerdem können auch keine Rückstellungen gebildet werden.

 

Vom Zufluss- und Abflussprinzip gibt es folgende Ausnahmen:

  • Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben kurze Zeit vor oder nach dem Kalenderjahr (sog. 10-Tage-Regel): Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die kurze Zeit vor Beginn oder kurze Zeit nach Beendigung des Kalenderjahres, zu dem sie wirtschaftlich gehören, abgeflossen bzw. zugeflossen sind, gelten als in diesem Kalenderjahr geleistet (vgl. § 11 EStG ). Als kurze Zeit i. S. d. § 11 EStG ist ein Zeitraum bis zu 10 Tagen anzusehen. Innerhalb dieses Zeitraumes müssen die Zahlungen fällig und geleistet worden sein. Beide Voraussetzungen (Fälligkeit und Abfluss) müssen kumulativ erfüllt sein.
  • Nutzungsüberlassung über 5 Jahre
  • Abschreibung (AfA)
  • Verkauf von Anlagevermögen
  • Darlehen
  • Einlagen und Entnahmen sowie
  • begrenzt abzugsfähige Betriebsausgaben.
  • Anschaffungen bzw. Einlagen von Anteilen an Kapitalgesellschaften, Wertpapieren und vergleichbaren nicht verbrieften Forderungen und Rechte sowie Grund und Boden oder Gebäude des Umlaufvermögens. Diese Wirtschaftsgüter müssen wie das Anlagevermögen im Anlagenverzeichnis geführt werden und die Betriebsausgabe darf erst bei Zufluss des Veräußerungserlöses bzw. bei der Entnahme gebucht werden (§ 4 Abs. 3 Satz 4 EStG).

 

Umsatzsteuer-Vorauszahlungen als regelmäßig wiederkehrende Ausgaben i. S. d. § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG

Für Umsatzsteuer-Vorauszahlungen als regelmäßig wiederkehrende Ausgaben gilt Folgendes:

1. Fälligkeit und Zahlung innerhalb kurzer Zeit

Als kurze Zeit i. S. d. § 11 EStG ist ein Zeitraum bis zu 10 Tagen anzusehen. Innerhalb dieses Zeitraumes müssen die Zahlungen fällig und geleistet worden sein. Beide Voraussetzungen (Fälligkeit und Abfluss) müssen also kumulativ vorliegen.

In folgenden Fällen findet § 11 Abs. 2 S. 2 EStG daher keine Anwendung , weil nur die Zahlung innerhalb kurzer Zeit nach Ende des Kalenderjahres erfolgt ist, der Fälligkeitszeitpunkt aber außerhalb des Zeitraums liegt:

Umsatzsteuer Dezember 2012, Fälligkeit 10.02.2013, Zahlung 07.01.2013

Umsatzsteuer III. Quartal 2012, Fälligkeit 10.11.2012, Zahlung 07.01.2013.

2. Keine Verlängerung des 10-Tages-Zeitraums

Der 10-Tages-Zeitraum kann auch in besonderen Einzelfällen nicht verlagert werden. Die Ausnahmeregelung vom Abflussprinzip ist deshalb nicht anwendbar, wenn sich die Fälligkeit der Umsatzsteuer-Vorauszahlung nach § 108 Abs. 3 AO auf den nächstfolgenden Werktag und damit auf einen Zeitpunkt nach dem 10. Januar verschiebt.

Dies war zuletzt bei am Samstag, dem 10.01.2009, am Sonntag, dem 10.01.2010, am Samstag, dem 10.01.2015 und am Sonntag, dem 10.01.2016 fälligen Umsatzsteuer-Vorauszahlungen der Fall.

3. Besonderheiten beim Lastschrifteinzug, bei Überweisungen und Scheckzahlung

Bei Erteilung einer Lastschrifteinzugsermächtigung ist der Abfluss unabhängig von einer späteren tatsächlichen Inanspruchnahme durch das Finanzamt im Zeitpunkt der Fälligkeit der Umsatzsteuer-Vorauszahlung anzunehmen, soweit das betreffende Konto im Fälligkeitszeitpunkt eine hinreichende Deckung aufweist. Daher ist die Zahllast einer am 10. Januar fälligen (vgl. § 18 Abs. 1 Satz 4 UmsatzsteuerG ), aber später eingezogenen Umsatzsteuer-Vorauszahlung regelmäßig im vorangegangenen Kalenderjahr als Betriebsausgabe zu berücksichtigen.

Wegen des Abflusszeitpunkts bei Scheckzahlung gilt Folgendes: Der Abfluss erfolgt grundsätzlich mit Hingabe bzw. bei Scheckübermittlung mit der Übergabe an die Post bzw. dem Einwurf in den Briefkasten des Zahlungsempfängers

Wegen des Abflusszeitpunkts bei Überweisung vom laufenden Konto gilt Folgendes: Abfluss im Zeitpunkt des Eingangs des Überweisungsauftrags bei der Überweisungsbank, wenn das Konto die nötige Deckung aufweist oder ein entsprechender Kreditrahmen vorhanden ist; andernfalls im Zeitpunkt der Lastschrift.

 

Steuertipp: Dadurch, dass Betriebsausgaben im Jahr der Zahlung den Gewinn und damit die Steuern beeinflussen, ergeben sich Gestaltungsmöglichkeiten: Durch das Vorziehen oder Verzögern von Zahlungen können Sie diese in ein Kalenderjahr verlagern, in dem sie sich steuerlich günstiger auswirken. Das gilt grundsätzlich auch für Betriebseinnahmen. Allerdings müssen Sie die Zahlung mit Ihren Kunden entsprechend vereinbaren.

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Anlage EÜR

Wer muss eine Anlage EÜR einreichen?

Selbständige und Gewerbetreibende, deren Betriebseinnahmen über 17.500 € liegen und die keine Bilanz erstellen, haben zusätzlich zu ihrer Einkommensteuererklärung die Einnahmenüberschussrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck oder Datensatz abzugeben. Für mehrere Betriebe muss jeweils separat für jeden Betrieb eine solche Einnahmenüberschussrechnung erstellt werden.

 

Muster und Formular Anlage EÜR

Nach § 60 Abs. 4 i. V. m § 84 Abs. 3c EStDV haben Steuerpflichtige, die den Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG durch den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ermitteln, ihrer Steuererklärung eine Gewinnermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck beizufügen (Anlage EÜR). Die Einnahmenüberschussrechnung darf nicht mehr formlos erstellt werden: Ab dem Veranlagungszeitraum 2017 sind grundsätzlich alle Steuerpflichtigen, zur Übermittlung der standardisierten Anlage EÜR nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung verpflichtet.

 

Hinweis: Die Ausnahme-Regelung nach der umsatzsteuerliche Kleinunternehmer (Betriebseinnahmen unterhalb von 17.500 Euro pro Jahr.) eine formlose Einnahmenüberschussrechnung einreichen durften, entfällt.

 

Tipp: Das Ausfüllen der Anlage EÜR ist nicht einfach und zeitintensiv. Aus diesem Grund ist eine Buchhaltungssoftware bzw. Steuersoftware sinnvoll. Wir bieten eine kostenlose online Buchhaltungssoftware sowie eine Excel-Vorlage an, mit der Sie die Anlage EÜR per ELSTER an das Finanzamt authentifiziert übermitteln können.

 

Formular und Anleitung Anlage EÜR

Hier erhalten Sie das Muster-Formular für Ihre Einnahmenüberschussrechnung Anlage EÜR für 2014, 2015 und 2016 zum kostenlosen Download als PDF:

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Excel Vorlage Einnahmen + Ausgaben

Hier finden Sie eine kostenlose Excel-Vorlage zum Download, mit der Sie Ihre Anlage EÜR erstellen und per ELSTER an das Finanzamt senden können. Mit dieser Tabelle erstellen Sie schnell und einfach eine Buchhaltung. Sie müssen nur Ihre Einnahmen und Ausgaben in die Excel-Vorlage eingeben und daneben das entsprechende Finanzbuchhaltungs-Konto eintragen. Einen Kontenplan finden Sie rechts in der Tabelle. Die Excel-Tabelle erstellt dann aus Ihren Einnahmen und Ausgaben eine Einnahmenüberschussrechnung und die Anlage EÜR, die Sie per ELSTER an das Finanzamt übermitteln können.

 

Excel Vorlage EÜR

 

Download: Kostenlose Excel-Vorlage Buchhaltung + Anlage EÜR

Sie können die Tabelle an Geschäftsfreunde weiter geben. Bitte löschen Sie vorher Ihre Daten.

 

 

Tipp: Ihre Excel-Tabelle können Sie zur Weiterbearbeitung an mich weiter leiten. So kann ich Kosten günstig Ihren Jahresabschluss und Steuererklärungen erstellen. Die Buchungen können von der Excel-Tabelle auch in die online Buchhaltung übernommen werden. Die online Buchhaltung bietet viele Vorteile, wie z.B. das automatische Kontieren von bekannten Geschäftsvorfällen usw. Mit der online Buchhaltung können Sie auch Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Hier finden Sie die Vorteile der online Buchhaltung.

 

Excel Vorlage Buchhaltung

 

Excel Tabelle Steuer

 

Excel Vorlage Buchhaltung

 

Excel Vorlage Gewinnermittlung

 

Software für Einnahmenüberschussrechnung

Bei der Erstellung von Einnahmenüberschussrechnungen bieten mittlerweile eine ganze Reihe von Steuerprogrammen und Finanzbuchhaltungsprogrammen Unterstützung an. Allerdings verlangen auch diese Buchhaltungssoftware ein Mindestmaß an steuerlichem Fachwissen. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung per ELSTER mag in der Regel noch keine größeren Schwierigkeiten bereiten. Schwieriger wird es aber dann bei der Einnahmenüberschussrechnung und Elsterformular. Wer keine Erfahrung mit Einnahmeüberschussrechnungen hat, dem rate ich, mindestens für den ersten Jahresabschluss einen Steuerberater zu beauftragen. Die böse Überraschung kommt sonst bei der nächsten Betriebsprüfung. Außerdem sollte vor Beginn der Selbständigkeit ein Steuerberater konsultiert werden, damit die Besonderheiten des Unternehmens sowie die Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten sowie die weitere Zusammenarbeit besprochen werden kann. Natürlich kann man auch alles alleine probieren, allerdings besteht dann auch das Risiko, teure Fehler zu machen.

 

Durch die selbständige Erfassung der Einnahmen und Ausgaben lassen sich die Steuerberatergebühren für die Einnahmenüberschussrechnung minimieren. Die Zusammenarbeit kann mit folgender kostenloser Buchhaltungssoftware erfolgen:

 

MS-Buchhalter 2016
MS-Buchhalter 2016: EÜR / Bilanz

 

 

 

 

 

Hier können Sie den Kontenrahmen für die Einnahmenüberschussrechnung kostenlos downloaden:

 

Kassenbuch Vorlage für Einnahmenüberschussrechnung

Kostenloses Kassenbuch Excel Vorlage

Auch bei der Einnahmenüberschussrechnung müssen Geschäftsvorfälle fortlaufend, vollständig und richtig verzeichnet werden. Im bargeldintensiven Bereich ist dafür regelmäßig die Führung von Aufzeichnungen ähnlich einem Kassenbuch oder einem Kassenbericht notwendig. Eine veränderbare Excel-Tabelle genügt diesen Anforderungen regelmäßig nicht. So entschied das Finanzgericht Hamburg.

 

Download: Kostenlose Excel-Vorlage Kassenbuch

 

 

 

Auch bei der Einnahmenüberschussrechnung müssen Geschäftsvorfälle fortlaufend, vollständig und richtig verzeichnet werden. Im bargeldintensiven Bereich ist dafür regelmäßig die Führung von Aufzeichnungen ähnlich einem Kassenbuch oder einem Kassenbericht notwendig. Eine veränderbare Excel-Tabelle genügt diesen Anforderungen regelmäßig nicht.

 

Nach § 162 AO hat die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen zu schätzen, soweit sie diese nicht ermitteln oder berechnen kann. Dabei sind alle Umstände zu berücksichtigen, die für die Schätzung von Bedeutung sind. Zu schätzen ist insbesondere dann, wenn der Steuerpflichtige Bücher oder Aufzeichnungen, die er nach den Steuergesetzen zu führen hat, nicht vorlegen kann, wenn die Buchführung oder die Aufzeichnungen der Besteuerung nicht nach § 158 AO zugrunde gelegt werden oder wenn tatsächliche Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der vom Steuerpflichtigen gemachten Angaben zu steuerpflichtigen Einnahmen oder Betriebsvermögensmehrungen bestehen (§ 162 Abs. 2 AO).

 

Auch die Überschussrechnung setzt voraus, dass die Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben durch Belege nachgewiesen werden. Die allgemeinen Ordnungsvorschriften in den §§ 145 ff. AO gelten nicht nur für Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten nach §§ 140, 141 ff. AO. Insbesondere § 145 Abs. 2 AO betrifft jegliche zu Besteuerungszwecken gesetzlich geforderten Aufzeichnungen, also auch solche, zu denen der Steuerpflichtige aufgrund anderer Steuergesetze, wie z. B. § 22 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) i. V. m. §§ 63 bis 68 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV) verpflichtet ist (vgl. BFH-Urteil vom 24. Juni 2009 VIII R 80/06, BStBl II 2010, 452). Diese Aufzeichnungspflicht nach dem Umsatzsteuergesetz wirkt, sofern dieses Gesetz keine Beschränkung auf seinen Geltungsbereich enthält oder sich eine Beschränkung aus der Natur der Sache nicht ergibt, unmittelbar auch für andere Steuergesetze (BFH-Urteil vom 26. Februar 2004 XI R 25/02, BStBl II 2004, 599 m. w. N.).

 

Gemäß § 22 Abs. 2 Nr. 1 UStG sind unter anderem die vereinnahmten Entgelte aufzuzeichnen. Nach § 63 Abs. 1 UStDV müssen die Aufzeichnungen so beschaffen sein, dass es einem sachverständigen Dritten innerhalb einer angemessenen Zeit möglich ist, einen Überblick über die Umsätze des Unternehmens und die abziehbaren Vorsteuern zu erhalten. Betriebseinnahmen sind einzeln aufzuzeichnen. Der Umstand der sofortigen Bezahlung der Leistung rechtfertigt nicht, die jeweiligen Geschäftsvorfälle nicht einzeln aufzuzeichnen. Aus Gründen der Zumutbarkeit und Praktikabilität besteht die Pflicht zur Einzelaufzeichnung jedoch nicht für Einzelhändler (und vergleichbare Berufsgruppen), die im Allgemeinen Waren an ihnen der Person nach unbekannte Kunden über den Ladentisch gegen Barzahlung verkaufen.

 

Bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG besteht zwar grundsätzlich keine Pflicht zum Führen eines Kassenbuchs, denn es gibt keine Bestandskonten und somit auch kein Kassenkonto (FG Saarland, Urteil vom 21. Juni 2012 1 K 1124/10, EFG 2012, 1816). Trotzdem müssen Geschäftsvorfälle fortlaufend, vollständig und richtig verzeichnet werden. Insbesondere bei bargeldintensiven Betrieben sind dafür detaillierte Aufzeichnungen ähnlich einem Kassenkonto oder einem Kassenbericht notwendig (vgl. Sächsisches FG vom 4. April 2008 5 V 1035/07, juris; FG Saarland, Urteil vom 13. Januar 2010 1 K 1101/05, EFG 2010, 772). So können die Tageseinnahmen in einer Summe aufgezeichnet und diese Summe zusätzlich durch Aufbewahrung der angefallenen Kassenstreifen, Kassenzettel und Bons nachgewiesen werden. In einem solchen Fall ist es zwar nicht erforderlich, den Kassenbestand täglich zu ermitteln. Es müssen aber die Ursprungsaufzeichnungen über die Einnahmen und Ausgaben aufbewahrt und in gewissen Abständen der tatsächliche Kasseninhalt mit dem buchmäßigen Kassenbestand abgeglichen werden (vgl. Sächsischen FG, Beschluss vom 4. April 2008 5 V 1035/07, juris; FG Saarland, Urteil vom 13. Januar 2010 1 K 1101/05, EFG 2010, 772). Diese Möglichkeit bietet sich insbesondere bei der Nutzung von Registrierkassen an (vgl. Urteil des FG Köln vom 6. Mai 2009 15 K 1154/05, EFG 2009, 1261). Für den Nachweis der Kasseneinnahmen durch Aufbewahrung der sogenannten Tagesendsummenbons (Z-Bons) ist jedoch erforderlich, dass die Z-Bons eine hinreichende Gewissheit über die Vollständigkeit der darin enthaltenen Einnahmen zulassen (FG Hessen, Beschluss vom 24. Februar 2014 4 V 84/13, juris). Sämtliche Stornobuchungen müssen sich einwandfrei aus den Unterlagen ergeben und ohne Probleme nachvollziehbar sein (vgl. FG Niedersachsen, Beschluss vom 2. September 2004 10 V 52/04, DStR 2005, 281).

 

Die Bareinnahmen können aber auch ähnlich einem Kassenbericht nachgewiesen werden, in dem sie mit dem Anfangs- und Endbestand der Kasse abgestimmt werden. In diesem Fall brauchen die Kassenstreifen, Kassenzettel und Kassenbons nicht aufbewahrt zu werden (BFH-Urteil vom 20. Juni 1985 IV R 41/82, BFH/NV 1985, 12). Für die Anfertigung eines Kassenberichts ist der geschäftliche Bargeldendbestand auszuzählen, weil hier die Feststellung des Kassenbestandes eine unentbehrliche Grundlage für die Berechnung der Tageslosung bildet. Der Kassenbestand ist sodann rechnerisch um die belegmäßig festgehaltenen Entnahmen und Ausgaben zu erhöhen und um die ebenfalls dokumentierten Einlagen zu mindern, so dass sich die Einnahme ergibt (vgl. Sächsischen FG, Beschluss vom 4. April 2008 5 V 1035/07, juris; FG Saarland, Urteil vom 13. Januar 2010 1 K 1101/05, EFG 2010, 772; FG Münster, Urteil vom 23. Juni 2010 12 K 2714/06 E, U, juris). Verwendet der Steuerpflichtige Kassenberichte zur Dokumentation seiner Einnahmen, dann müssen diese Kassenberichte auch ordnungsgemäß sein. Bei widersprüchlichen Eintragungen in den Kassenberichten fehlt es an der von der Rechtsprechung geforderten nachvollziehbaren und überprüfbaren Dokumentation der Einnahmeermittlung (FG Niedersachsen, Urteil vom 8. Dezember 2011 12 K 389/09, EFG 2013, 291).

 

Da die Ordnungsvorschriften der §§ 146, 147 AO grundsätzlich auch für die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG gelten (z. B. BFH, Urteil vom 26. Februar 2004 XI R 25/02, BStBl II 2004, 858), muss allgemein gewährleistet sein, dass die Aufzeichnungen unveränderlich sind bzw. nachträgliche Veränderungen nachvollzogen werden können. Gerade bei manipulationsanfälligen EDV-Systemen müssen Veränderungen zwingend vom Programm kenntlich gemacht werden (vgl. Tipke/Kruse, AO/FGO, § 146 AO Rn. 59).

 

Vollständiges Urteil (2 V 115/16 als Aktenzeichen in Suchmaske eingeben)

 

Weitere Informationen zur Einnahmenüberschussrechnung

 

E-Mail: Einnahmenüberschussrechnung@steuerschroeder.de



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